SANIERUNG FUHLE-SÜD | STADTTEILINFOS - PLÄNE - AKTIONEN

Sanierungsgebiet Fuhle-Süd



Seit 2006 existiert das Sanierungsgebiet in der südlichen Fuhle. Hier können sie das aktuelle Konzept (Stand November 2009) dazu lesen und hier können Sie eine Karte vom Sanierungsgebiet und den geplanten Maßnahmen herunterladen.
Wenn Sie auf den kleinen Plan klicken, öffnet sich eine 3 MB (!) große PDF-Datei, die Sie mit Ihrem Acrobat-Reader oder einem ähnlichen Programm betrachten können. Wenn Sie hier klicken, können Sie die Karte in einer erheblich schlechteren Auflösung (594 KB), aber in handlicherer Größe herunterladen.

Aktuelle Entwicklung

Beteiligungsverfahren Umgestaltung der Fuhlsbüttler Straße - Ein wesentliches Sanierungsziel ist die Umgestaltung der Fuhle zwischen Drosselstraße und der U-Bahn-Brücke. Die Planungen zur Neugestaltung haben mit mehreren Beteiligungsworkshops im Frühjahr 2010 begonnen. Die Ergebnisse können Sie hier nachlesen.
21.04.2010 Auftakt
04.05.2010 Gewerbe

05.05.2010 Anlage Plan Fuhle
06.05.2010 Nutzer
11.05.2010 Freiraum
29.6.2010 Zusammenfassung der Ergebnisse

Der Fuhle-Umbau beginnt nun aber schon, und zwar zwischen Bahnhof und Drosselstraße. Mehr dazu gibt es hier als PDF Download:
  1. den Plan zum Umbau
  2. den Plan zur Neuordnung an der "Piazetta"
  3. eine Anlieger-Information zu den Baumaßnahmen an der Pestalozzistraße
  4. eine Anlieger-Information zu den Baumaßnahmen an der Drosselstraße
  5. eine Anlieger-Information zu den Baumaßnahmen rund um den Bahnhof
Während der Straßen-Umbaumaßnahmen des Bezirksamtes Hamburg-Nord bis voraussichtlich 20.11. des Jahres (Pestalozzistraße/Fuhlsbüttler Straße zwischen Drosselstraße und Wiesendamm) bietet die BIG-STÄDTEBAU zusätzliche Beratungsnachmittage im Stadtteilbüro Hellbrookstraße 57 an: neben dem Dienstag (14 bis 17 Uhr) sind wir jeden Donnerstag 15 bis 18 Uhr vor Ort und stehen für Fragen rund um die Sanierung und die Umbaumaßnahmen zur Verfügung
Erweiterungsbau für die Zinnschmelze geplant-
Büro aus Hamburg gewinnt Architekturkonkurrenz für Kulturzentrum Zinnschmelze – Multifunktionssaal für Veranstaltungen mit 150 Personen geplant.
Die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch das Bezirksamt Hamburg-Nord, plant im Einvernehmen mit der Behörde für Kultur, Sport und Medien, Denkmalschutzamt einen Erweiterungsbau (Saalanbau) für die Zinnschmelze sowie die behutsame Umgestaltung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes. Im Sanierungsgebiet Barmbek-Nord S1 Fühlsbüttler Straße soll das Angebot für Kultur und Freizeit gestärkt werden. Ziel ist die Erweiterung durch einen multifunktionalen Veranstaltungssaal mit Platz für bis zu 150 Personen. Hier können Sie die gesamte Pressemitteilung  vom 03.05.2010 herunterladen.

Konkurrierendes Gutachterverfahren
Erweiterung der Kultureinrichtung Zinnschmelze
Download 2,3 MB

Die Anfänge

Ideen und Vorschläge zur Sanierung, die im Stadtteil entstanden sind, finden Sie hier
Das erste große Projekt das Sanierungsgebiets ist die Einrichtung eines Stadtplatzes, vor bisher der Markt-/Parkplatz Wiesendamm und der Hof des Museums der Arbeit liegen. Die Diskussion um dieses Projekt lässt sich am besten aus den Protokollen des Sanierungsbeirats heraus lesen.

Hier [1,5 MB] finden Sie einen Plan des Stadtplatzes, der als grober Überblick hilfreich sein könnte. (Planungsstand Mai 07)
Bei der Aktion "Spiel Spaß Grün" am 13.04.07 wurden über 160 Vorschläge für die Grünfläche gegenüber dem Big Easy und den Spielplatz Schwalbenstraße gesammelt.
Einige Bilder von der (wie in Barmbek-Nord üblich) gut gelaunten Planungsaktion sehen Sie hier.
Eine Zusammenfassung der Vorschläge gibt es hier.
Und einen Plan der Spielfläche, in den die Vorschläge eingearbeitet sind, gibt es hier.
Einen Plan (Stand Mai 07) von beiden Flächen und dem weiterführenden Weg Richtung Steilshooper Str. gibt es hier, und das Protokoll der öffentlichen Erörterung vom 7. Juni 07 hier.
Welche Vorschläge für einen Platz an der Fuhle am 2. 9. 06 bei der Aktion "Mach mal'n Platz" entstanden, finden sie hier.
Sanierungsgebiet Fuhle -wie alles begann- lesen Sie hier.
Was ein Sanierungsgebiet ist, finden Sie hier.
Für Sanierungsgebiete gibt es eine Vertretung der Interessen im Gebiet, den Sanierungsbeirat.
Was das ist, lesen Sie hier
Die Kurzfassung der Vorbereitenden Untersuchung, die dem Sanierungsgebiet voranging und deren Ergebnisse 2004 vorgestellt wurden, können Sie hier sehen oder herunterladen."
Stadtteilzeitung
Barmbek-Nord hat ein eigenes Stadtteil-Magazin! Wer in puncto Stadtteil-Entwicklung auf dem Laufenden sein will, findet hier alle drei Monate frische Infos aus dem Stadtteil. Das Heft liegt in vielen Einrichtungen und Geschäften in Barmbek-Nord aus. Auch Download und Online-Blättern sind möglich. Und zwar hier

Die Protokolle des Sanierungsbeirats

Die Geschäftsordnung des Beirats für das Sanierungsgebiet Barmbek- Nord S1 "Fuhlsbüttler Straße" können Sie hier herunterladen.

Sanierungsgebiet Fuhle - wie alles begann



Ab dem Jahr 2000 wurde in der Barmbeker Bevölkerung zunehmend Kritik an dem Zustand und dem Ladenmix der Fuhlsbüttler Straße laut.
Eine Reaktion hierauf war der Wunschbaum, der initiiert vom Bürgerhaus, der Kirchengemeinde Auferstehungskirche und der Zinnschmelze im Jahr 2001 die Wünsche und Kritiken der BarmbekerInnen an verschiedenen Orten im Stadtteil sammelte.

Um die vielen Wünsche auszuwerten und nach Möglichkeit zu verwirklichen, wurden das Stadtteilgespräch und verschiedene Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, unter anderem die AG Fuhle-Vision. Diese nahm die Wünsche zur "Fuhle" auf und entwickelte daraus Perspektiven und Vorschläge zur Verbesserung der Situation der Fuhlsbüttler Straße.

Diese wurden an die Kommunalpolitik und die Behörden herangetragen, doch zunächst scheiterten die meisten Ideen an fehlender Finanzierung. Nachdem Stadtteilgespräch und Kommunalpolitik mehrfach vergeblich mehr Gelder für die "Fuhle" eingefordert hatten, trat die Baubehörde 2003 an den Bezirk mit der Idee heran, an der Fuhlsbüttler Straße ein Sanierungsgebiet einzurichten.
Mit diesen Mitteln könnte u.a. der Einzelhandel an der "Fuhle" gestärkt werden. Diese Idee wurde dann auch mehrheitlich sowohl vom Ortsausschuss als auch von der Bezirksversammlung unterstützt.

2004 wurde die Voruntersuchung durchgeführt, die Schwächen und Stärken des Stadtteils zusammentrug und eine Gebietsgrenze für die Sanierung im Bereich südliche Fuhlsbüttler Straße vorschlug.
Auf dieser Grundlage beschloss der Senat im Juli 2005, diesen Teil von Barmbek-Nord als Sanierungsgebiet auszuweisen und begann mit der Ausschreibung für einen Sanierungsträger. Seit Ende April 2006 steht dieser nun mit dem Büro BIG aus Kiel fest.


Mach mal'n Platz

Am Samstag, 2. September 2006, veranstaltete die AG Kultur & Gewerbe, ein Arbeitsgruppe von Kultur-einrichtungen und Gewerbetreibenden in Barmbek-Nord, ihre erste öffentliche Aktion.
Sie lud verschiedene Gruppe von Stadtteilbewohnern ein, einen kleinen Platz in Barmbek-Nord zu gestalten. Als Beispiel und als Ort der Aktion wurde ein Stück sehr breiten Bürgersteigs zwischen Drosselstraße, Fuhle und Pestalozzistraße.
Barmbek-Nord wird von zwei großen und stark befahrenen Straßen durchschnitten, der Fuhle und dem Ring 2. Ein städtischer Platz zum Verweilen und Entspannen aber fehlt.
Die in diesem Jahr begonnene Sanierung der südlichen Fuhle hat, diesem Gedanken folgend, die Neugestaltung der Fläche am Wiesendamm, zwischen Rundbunker und Globetrotter, Museum der Arbeit und Bahnhof, zu einem der ersten Projekte gewählt.
Die Gruppe Kultur & Gewerbe legte sich für ihre Aktion auf eine "handlichere" Fläche fest, auf der die spielerische Stadtteilplanung dirtekt vor Ort und in kurzer Zeit stattfinden konnte.
Je eine Gruppe von Jugendlichen, Anwohnern, Senioren und Geschäftsleuten gestaltete im Verlauf der Aktion ein Modell des Platzes nach ihren Wünschen. So entstanden vier Entwürfe mit vielen Gemeinsamkeiten und einigen Unterschieden.
Die Ideen für einen Platz in Barmbek sind nicht nur hier brauchbar. Sie sind als Beispiele auch auf andere Platzplanungen für Barmbek-Nord übertragbar und können als Ideenpool genutzt werden: Entspannung und Erholung, Einladungen zum aktiven Umgang mit dem öffentlichen Raum, das Element Wasser und der Wunsch nach einem gastronomischen Angebot kommen in allen oder nahezu allen Entwürfen vor.

Die hier herunterladbare pdf-Datei( 640KB) enthält:
- diesen Text
- die bisherigen Überlegungen des Netzwerks "Barmbek blüht!"   zum Thema Platz
- die vier Entwürfe der Gruppen vom 2.9.2006
- einen Detailvorschlag für "Barmbeker Wasserspiele", der als   Beitrag zum Ort der Aktion gebracht wurde
- die am 2.9.06 gesammelten Vorschläge zur Benennung des   Platzes


Mitglieder der Gruppe Kultur & Gewerbe sind:
Bürgerhaus in Barmbek, Café Oktober, Globetrotter, IG Fuhle, LoWi - Büro für lokale Wirtschaft, Museum der Arbeit, T.R.U.D.E, Zinnschmelze.
Die Gruppe dankt den Folgenden für ihre Beiträge:
Prof. Niedereichholz, Hafen City Universität / Modell und Betreuung der Planungen
Christus Gemeinde Barmbek-Nord / Spielangebot
Geschichtswerkstatt Barmbek / Ausstellung zur Geschichte des Platzes
Köster Stiftung / Organisation einer Planungsgruppe
Spielhaus Langenfort / Organisation einer Planungsgruppe



Was ist ein Sanierungsgebiet



Zu Beginn der Stadterneuerung müssen Missstände und Defizite des Sanierungsgebietes ermittelt und analysiert werden. Dies ist für den Bereich entlang der Fuhlsbüttler Straße in den Vorbereitenden Untersuchungen im Jahr 2004 geschehen.
Nach Auswertung der Ergebnisse wurde im Sommer 2005 die Verordnung für die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes "Barmbek-Nord S1, Fuhlsbüttler Straße" durch den Senat beschlossen.

Die städtebauliche Erneuerung in Sanierungsgebieten (gem. § 142 BauGB) wird durch Städtebau-förderungsmittel, die je zu einem Drittel vom Bund, dem Land und der Stadt Hamburg bereit gestellt werden, besonders gefördert.
Mit dem in Sanierungs-gebieten gültigen Besonderen Städtebaurecht (§§ 136 - 164 BauGB) erhält die Stadt ein Steuerungs-instrument, um bei allen Bau- und Planungsvorhaben im Gebiet die Ziele der Sanierung zu berücksichtigen.
Sie hat jedoch auch die Verpflichtung, die betroffenen Mieter, Eigentümer und Gewerbetreibenden frühzeitig über die Planung zu informieren und Eigentümer bei deren Bauvorhaben zu beraten.
Die Anwendung des Sanierungsrechts verpflichtet zur "zügigen" Durchführung der Stadterneuerung. Für das Sanierungsgebiet Barmbek-Nord, Fuhlsbüttler Straße bedeutet dies einen Zeitraum von insgesamt zehn Jahren.

Carolin Oberthür, BIG-STÄDTEBAU GmbH


Was ist ein Sanierungsbeirat?



Der Sanierungsbeirat ist ein ehrenamtliches Gremium, das die Umsetzung des Stadt- erneuerungs prozesses kontinuierlich begleitet und berät.
Um Aktualität und Kontinuität zu gewährleisten, tagt der Sanierungsbeirat in regelmäßigen Abständen (insgesamt etwa sechs Sitzungen pro Jahr).
Dabei können alle Planungen und Maßnahmen, die das Sanierungsgebiet betreffen, thematisiert werden.

Die Informationen zu den einzelnen Planungen und Sachthemen werden vom Sanierungsträger oder der Verwaltung entsprechend vorbereitet und eingebracht.
Die Meinungen, Wünsche und Forderungen des Beirates fließen über die Beiratsempfehlungen auch in die Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung ein. Die Zusammensetzung des Sanierungsbeirates soll gewährleisten, dass sich die unterschiedlichen Interessen aus dem Sanierungsgebiet auch im Sanierungsbeirat widerspiegeln und nicht eine bestimmte Interessenslage den Beirat dominieren kann.

Für das Sanierungsgebiet Barmbek-Nord, Fuhlsbüttler Straße bedeutet dies, dass der Sanierungsbeirat sich aus Vertretern der Bewohner, Eigentümer, Gewerbe-treibenden, sozialer Einrichtungen, Kultureinrichtungen sowie der Fraktionen der Bezirksversammlung zusammen setzen wird.
Der Sanierungsbeirat trifft sich öffentlich, so dass alle Interessierten teilnehmen, Themen einbringen und sich an der Diskussion beteiligen können. Der Sanierungsbeirat fasst keine verbindlichen Beschlüsse, er kann aber durch seine Empfehlungen auf die Politik und die Verwaltung einwirken und den Vorstellungen aus dem Quartier Gehör verschaffen.


Was ist ein Verfügungsfonds?



Für kleinere Projekte und Ideen, die dem Quartier zugute kommen, werden dem Sanierungsgebiet von der Behörde für Stadterneuerung und Umwelt öffentliche Mittel in der Größenordnung bis 10.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt. Die jeweiligen Anträge werden beim Sanierungsträger eingereicht und anschließend im Beirat vorgestellt und beraten.
Somit kann der Sanierungsbeirat kleinere, in sichabgeschlossene Projekte aus dem Stadtteil kurzfristig und unbürokratisch direkt unterstützen.

Mithilfe des Verfügungsfonds können im Sanierungsgebiet beispielsweise folgende Aktivitäten unterstützt werden:
· Förderung von Selbsthilfe und Eigenverantwortung
· Stärkung nachbarschaftlicher Kontakte
· Belebung stadtteilkultureller Aktivitäten
· Förderung von Beschäftigung

Carolin Oberthür, BIG-STÄDTEBAU GmbH


Barmbek Stadtteilnetzwerk