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Umgestaltung des Barmbeker Bahnhofs.



Nun wird wahr, wofür der Stadtteil seit Jahren gekämpft hat: Der Umbau des Barmbeker Bahnhofs!
Die Beteiligten haben sich über Maßnahmen, Kosten und Abläufe geeinigt. Die gesamte Baumaßnahme umfasst nicht nur das Bahnhofsgebäude selbst und die Verbesserung der Eingänge. Auch der Busbahnhof wird umgestaltet und zum Teil an den Wiesendamm verlegt. Das bedeutet Straßenbauarbeiten dort. Insgesamt wird mit einer Bauzeit bis 2014 gerechnet, bis alle Maßnahmen abgeschlossen sind.

Wie der Bauprozess genau ablaufen soll, erfahren Sie hier.

Das Begrüßungsfest:


Freitag, 24.9.10, 15:00-19:00, rund um den Barmbeker Bahnhof
Bahn frei! Barmbek bewegt sich
Das Stadtteilnetzwerk Barmbek blüht feiert den lang erwarteten Bahnhofsumbau mit Musik, wo man geht und steht, mobilen Kulturaktionen und Infoständen. Nach nun fast 12 Monaten Bauzeit sind erste Ergebnisse am Wiesendamm zu sehen.
Trotz mancher Unbequemlichkeiten einer Baustelle freuen sich die Barmbeker Einrichtungen über jeden Fortschritt, der dazu einlädt, durch den Bahnhof zu gehen, auf der Fuhle einzukaufen oder auf dem Museumshof Kultur zu genießen.

Was es gibt:
• Ulrich Kodjo Wendt und Anne Wiemann
(Akkordeon/Saxophon, Luftpumpe),
• Da Capo, Chor der Schule Benzenbergsweg
• Bläserklasse des Margarethe-Rothe-Gymnasiums
• Theater Jugend Hamburg
• Historischer Rundgang mit der Geschichtswerkstatt Barmbek
• Buttonmaschine
• Bahnhofs-Fotoshow
• Schienenkekse
• Muli-Zug
• Infostand der Hochbahn u.v.a.m.
Veranstaltet vom Stadtteilnetzwerk Barmbek blüht

Fotos: Bahn frei! BArmbek bewegt sich




















Chronik: Nachdem im Februar 2008 der Hamburger Bausenator Axel Gedaschko den Barmbeker Bürgern einen Baubeginn noch im gleichen Jahr versprochen hatte, passierte erstmal wieder nichts, denn es waren Bürgerschaftswahlen. Doch auch die neue zuständige Senatorin Anja Hajduk hält an den Plänen fest und hat 28,4 Mio. Euro für den Bahnhofsumbau bereitgestellt.

Das Konzept umfasst folgende Maßnahmen:

- Restaurierung der Außenwände des Bahnhofsgebäudes

- Grundlegende Umgestaltung des heutigen Durchgangs: die beiden Treppen werden bleiben, aber der Durchgang wird insgesamt etwas breiter.

- Durchstoß des Durchgangs gegenüber von
Globetrotter
zur Fuhle hin.

- Verlegung der Bushaltestellen, so dass die Busse fortan direkt am Bahnhof "anlegen", und zwar sowohl im Wiesendamm als auch in der Krüsistr/Pestalozzistr.

- Überdachung der künftigen Bushaltestellen und der heutigen Bahnsteig mit transparenten Dächern

- Auflösung des heutigen Busbahnhofs, Bau eines Geschäfts und Wohnhauses (von privater Hand) und Herstellung einer freien Passage vom heutigen Bahnhofs-Durchgang zur Fuhle hin.

Der Preis, ca. 28 Mio. Euro, wird nun nahezu komplett von Hamburg übernommen, da die Bahn sich mit ihrem Konzept, in Barmbek viel zu sparen, durchgesetzt hat.Bevor dies alles wahr wird, muss die kommende Bürgerschaft der Finanzierung zustimmen, danach folgt die Ausschreibung der Baumaßnahmen. Wenn das alles geklappt hat, kommen die Bagger.

Was lange währt, wird hoffentlich endlich gut! Die Pläne liegen im Wesentlichen schon lange vor. Die Gründe für die immer wieder eintretenden Verzögerungen sind vielfältig und für den Stadtteil schwer zu durchschauen. Im Herbst 2007 hatte der MdHB W. Buss in der Hamburger Bürgerschaft eine Kleine Anfrage zum Thema gestellt. Die Zusage des Senats, das Finanzierungskonzept in jenem Jahr vorzustellen, war abgelaufen und reihte sich in die Serie von folgenlosen Versprechen.

Im Dezember 2007 beschloss der Barmbeker Ratschlag, die heiße Phase des Wahlkampfs zu nutzen und den Bahnhof von Stadtteilseite zum Thema zu machen.

Im Januar 2008 wurden dann 2861 Unterschriften auf Karten gesammelt. Die Lokalpresse nahm das Thema gern auf und bildete Vertreter von Barmbeker Unternehmen und Einrichtungen mit Bauhelmen und Presslufthämmern ab („Wir fangen schon mal an!“). Am 9. Februar erklärten die lokalen Vertreter von fünf Parteien bei einer Veranstaltung im Big Easy einmütig, dass der Bahnhof ganz oben auf ihrer Prioritätenliste für Barmbek stehe.

Mit dem Besuch von Senator Gedaschko im Februar erwies sich, dass der Bahnhof nun einen kleinen Schritt weiter ist.

Zum Hintergrund der Postkarten-Aktion
im Januar:

Los jetzt! Ungeduld am Barmbeker Bahnhof Im Januar 2008 waren Bürger, Einrichtungen und Geschäftsleute mit ihrer Geduld am Ende: „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts!“ Sie forderten den sofortigen Beginn des Umbaus. Sie verteilten Karten, auf denen Menschen aus dem Stadtteil, aber auch Fahrgäste ihre Ungeduld bekräftigen konnten.

Am 12. Februar wurde der Protest dem aktuellen Hamburger Bausenator Axel Gedaschko übergeben: Innerhalb von nur drei Wochen hatten sich 2861 Menschen dem Protest angeschlossen. Warum ist der Umbau des Bahnhofs wichtig? Wegen des jetzigen Bahnhofs zögern Investoren, Geld in den Stadtteil und seine Einkaufsstraße zu stecken. Fachgeschäfte werden lieber woanders eröffnet, wo der U- oder S-Bahnhof freundlich einlädt, statt durch Hässlichkeit abzuschrecken. „Wenn das passiert, sind viele Bemühungen der IG um einen Image-Gewinn vergeblich“, so Hans-Dieter Neumann, zu dieser Zeit Vorsitzender der IG Fuhle.



Auch Kultureinrichtungen gehören zu den Initiatoren der Aktion. „Wir setzen uns für Vernetzung im Stadtteil ein und es ist erstaunlich, was inzwischen alles möglich wurde. Nun muss die Stadt ihren Beitrag leisten, damit Barmbek blüht!“, so Sonja Engler, Zinnschmelze, und Ulli Smandek vom Bürgerhaus in Barmbek fügt hinzu:„Gerade ein nicht so wohlhabender Stadtteil wie Barmbek-Nord ist auf einen funktionierenden und angenehmen Öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Der Bahnhof lädt zum Dealen ein, nicht zum angenehmen Aufenthalt!“

In der Hamburger Morgenpost "MOPO" wurde über diiese Aktion berichtet, hier geht´s zum Artikel.

Umgestaltung des Barmbeker Bahnhofs - Hintergrund Bereits 1997 wurde in einem vom Bezirksamt Hamburg-Nord in Auftrag gegebenen Gutachten ein zusätzlicher Bahnhofszugang zur Kreuzung Pestalozzistraße / Fuhlsbüttler Straße als wesentlichster Punkt zur Entwicklung des Bahnhofs und zur Stärkung des angrenzenden Teils der Fuhlsbüttler Straße vorgeschlagen.

Zwischen 1997 und 1999 mehrten sich die Beschwerden aus der Bevölkerung über den Zustand des Busbahnhofs. Nach mehreren Initiativen des Ortsausschusses legte die Hamburger Hochbahn AG 1999 eine erste Überplanung vor. Diese sah vor, den Busbahnhof funktionell zu belassen aber die Überdachung, Plakatwände und Kioske abzubrechen, neu zu ordnen und neu zu bauen.

Ungefähr ein halbes Jahr später teilte die Hochbahn mit, diese Planung nicht weiter zu verfolgen und stattdessen großräumiges, betriebswirtschaftlich günstigeres, Verkehrskonzept zu entwickeln. Im Mai 2001 stellte die Hochbahn einem Fachausschuss der Bezirksversammlung Nord eine Planung für die Umgestaltung des Bahnhofs vor, die auf viel Zustimmung stieß.

Diese sieht eine dezentrale Anordnung der Bushaltestellen im Wiesendamm und in einer zusammengeführten Krüsi- bzw. Pestalozzistraße vor. Der bisherige Busbahnhof wird aufgegeben und so die Voraussetzung zur städtebaulichen Neugestaltung dieses Bereichs eröffnet. Zentraler Bestandteil der Planung ist, an der Pestalozzistraße einen weiteren Bahnhofszugang zu schaffen, um den Fußweg für umsteigende Busfahrgäste zur S-Bahn nicht zu verlängern.

Dieses Konzept ist prinzipiell bis heute unverändert. Für die im Rahmen der Hochbahn-Planungen frei werdende Fläche des Busbahnhofes lobte die Baubehörde einen Städtebaulichen Wettbewerb aus, dessen Ergebnisse im Juni 2004 im Museum der Arbeit präsentiert wurden.

Der Siegerentwurf ist zu finden unter fhh.hamburg.de

Auch in diesem Entwurf ist ein zusätzlicher Bahnhofszugang vorgesehen. 2006 verkündete der damalige Bausenator Freytag, dass der Bahnhof nun zur „Chefsache“ würde. Er erklärte, eine „Task Force“ eingesetzt zu haben, damit das Problem schnell gelöst werden könne.
Da dachte man im Stadtteil wieder, nun würde auch etwas geschehen.

Im März 2006 teilte die Behörde in einer Anfrage mit, dass die Gelder für den Straßenumbau Wiesendamm, Pestalozzistraße, Krüsistraße erst für die Jahre 2007 und 2008 im Haushalt eingeplant sind.

Barmbek Stadtteilnetzwerk